Ein guter erster Eindruck beruht auf wenigen Dingen, die Sie selbst in der Hand haben: Vorbereitung, Gelassenheit, echtes Interesse am Gegenüber und Natürlichkeit. Das Urteil bildet sich sehr schnell, manchmal in Sekundenbruchteilen, aber es ist nicht in Stein gemeißelt. Unten finden Sie acht Gewohnheiten, einen Ablauf für die erste Minute, Hinweise für den Fall, dass der Start danebengeht, und eine ehrliche Einordnung des Buches von Berthold Wegener.
Kurz gesagt:
- Studien zufolge wird ein Gesicht in etwa einer Zehntelsekunde beurteilt.
- Diesen Augenblick steuern Sie nicht, die Minute danach schon.
- Seien Sie pünktlich, passend gekleidet und in der Haltung entspannt.
- Lächeln Sie natürlich, hören Sie zu, fragen Sie nach und nennen Sie den Namen.
- Ein schwacher Start lässt sich durch beständiges Verhalten ausgleichen.

In diesem Artikel · 11 Min. Lesezeit
- Warum sich ein erster Eindruck so schnell bildet
- Erster Eindruck: 8 Gewohnheiten, die helfen
- Die erste Minute, Schritt für Schritt
- Ein Schwerpunkt je Situation
- Was tun, wenn der erste Eindruck danebenging?
- Drei Irrtümer über den ersten Eindruck
- Wo das Buch seinen Platz hat
- Wann Sie sich Hilfe holen sollten
- Für wen es sich eignet
- Wichtige Begriffe
- Häufige Fragen zum ersten Eindruck
- Quellen

Warum sich ein erster Eindruck so schnell bildet
Ein erster Eindruck ist das schnelle Urteil, das man sich über einen Menschen bildet, bevor man ihn kennenlernen konnte. Forschende zeigten Testpersonen Gesichter Fremder nur für 100 Millisekunden und ließen sie Eigenschaften wie Sympathie, Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz bewerten. Diese Urteile stimmten stark mit denen von Personen überein, die so lange schauen durften, wie sie wollten, bei der Vertrauenswürdigkeit am stärksten. Mehr Zeit machte die Befragten vor allem sicherer in ihrem Urteil (British Psychological Society Research Digest, 2006, auf Englisch; Originalstudie: Willis und Todorov, Psychological Science, 2006).
Zwei Einschränkungen sind wichtig. Erstens maß die Studie die Übereinstimmung zwischen schnellen und langsamen Urteilen, nicht ob die Urteile richtig waren. Karrierebibel nennt für die Dauer eine Spanne von 100 Millisekunden bis höchstens 30 Sekunden (Karrierebibel); ein anderes Karrieremagazin spricht von höchstens sieben Sekunden, ohne eine Quelle zu nennen (IQB Karrieremagazin). Die Zahlen unterscheiden sich also je nach Quelle. Zweitens ging es um Fotos. Eine echte Begegnung dauert länger, und Ihre Worte und Gesten liefern dem Gegenüber viele neue Informationen.
Die praktische Botschaft: Den allerersten Moment steuern Sie nicht, aber sehr vieles von dem, was danach kommt.
Alexander Todorov, der Princeton-Psychologe hinter der 100-Millisekunden-Studie, stellt seine Forschung in einem Vortrag auf einer Konferenz der Emory University vor: wie schnell wir uns anhand von Gesichtern ein Bild machen, wie stark diese Eindrücke Entscheidungen lenken und wie sehr sie täuschen können.
Face Value: Der Einfluss des ersten Eindrucks (Alexander Todorov) (auf Englisch)
Die Sicht von Berthold Wegener
In Ausdrucksweise verbessern und Wortschatz erweitern erklärt Berthold Wegener solche Blitzurteile mit Heuristiken, also gedanklichen Abkürzungen, die zuerst die Psychologen Amos Tversky und Daniel Kahneman beschrieben haben. Eines seiner Beispiele passt genau zu ersten Begegnungen: Die Kleidung einer fremden Person erinnert Sie an jemanden, den Sie kennen, und Sie nehmen an, dass sich beide ähneln (Repräsentativität). Andere wirken ebenso unauffällig: An einem schlechten Tag neigt man zur sichersten Option (Affekt), und die erste Zahl, die man hört, setzt den Rahmen für alles Weitere (Ankereffekt). Seine Regel lautet, diese Abkürzungen bewusst zu nutzen, bei wichtigen Entscheidungen aber langsamer zu werden und alle Informationen anzuschauen. Das gilt in beide Richtungen: Auch Ihr Gegenüber nimmt Abkürzungen, und die nächste Minute liefert ihm bessere Informationen.
Erster Eindruck: 8 Gewohnheiten, die helfen
Diese Gewohnheiten folgen den zehn Tipps, die das Buch für erste Begegnungen sammelt, ergänzt durch einige Forschungsergebnisse. Keine davon verlangt ein besonderes Talent.
- Seien Sie pünktlich, am besten etwas früher. Eine Verspätung spricht, bevor Sie etwas sagen. Für ein Vorstellungsgespräch empfiehlt das Buch, etwa zehn Minuten vorher da zu sein; so bleibt auch Zeit zum Durchatmen.
- Kleiden Sie sich passend zur Situation. Wählen Sie Kleidung, die zu Ort und Personen passt und in der Sie sich wohlfühlen. Gepflegt und schlicht ist selten falsch. Im Zweifel hilft ein Blick auf den Dresscode des Unternehmens, den auch Karrierebibel als Orientierung nennt.
- Lächeln Sie natürlich. Ein echtes Lächeln wirkt eher warm als ein starres. Sind Sie angespannt, atmen Sie vor der Begrüßung einmal langsam durch und lassen Sie das Lächeln mit dem Gruß entstehen, nicht davor.
- Halten Sie eine offene, entspannte Haltung. Stehen oder sitzen Sie aufrecht, ohne steif zu sein, wenden Sie sich der Person zu und lassen Sie die Hände sichtbar. Fest verschränkte Arme können verschlossen wirken, auch wenn Ihnen nur kalt ist. Ein leichtes Vorbeugen zeigt Interesse.
- Halten Sie Blickkontakt, ohne zu starren. Blickkontakt zeigt Aufmerksamkeit. Karrierebibel nennt etwa 3,3 Sekunden als Grenze, ab der ein Blick unangenehm wirken kann. Lassen Sie den Blick danach natürlich wandern. Gepflogenheiten sind verschieden: Orientieren Sie sich am Gegenüber.
- Begrüßen Sie so, wie es dort üblich ist. Wo man sich die Hand gibt, passt ein mittelfester Händedruck mit kurzem Blick und einem knappen Gruß. In einer Studie mit 112 Studierenden gingen festere und vollständigere Händedrücke mit günstigeren ersten Eindrücken einher; die Studie war klein und korrelativ (Psychology Today, auf Englisch). Verstehen Sie das als Hinweis, nicht als Regel.
- Zeigen Sie Interesse und nennen Sie den Namen. Stellen Sie eine offene Frage und hören Sie dann wirklich zu. Den Namen der Person im Gespräch zwei- bis dreimal zu nennen, wie es das Buch vorschlägt, hilft beim Merken und zeigt Aufmerksamkeit. Übertreiben Sie es nicht.
- Seien Sie positiv, bescheiden und Sie selbst. Zeigen Sie Ihr Wissen durch das, was Sie tun und fragen, nicht durch Ankündigen. Bei Humor ist beim ersten Treffen Vorsicht mit Ironie angebracht, weil das Gegenüber Sie noch nicht kennt und sie anders verstehen kann; das Buch warnt selbst davor. Wer sich verstellt, wird meist durchschaut.
Die erste Minute, Schritt für Schritt
Viele Ratgeber enden bei „Seien Sie selbstbewusst“. Hier ist ein Ablauf, den Sie üben können. Er passt zu einer neuen Kollegin, zu einer Feier oder zu einer Person, die Sie über Freunde treffen.
| Moment | Was Sie tun | Ein Satz zum Anpassen |
|---|---|---|
| Vorher | Früh ankommen, Erscheinung prüfen, durchatmen | „Ich muss nur ich selbst und neugierig sein.“ |
| Begrüßung | Lächeln, Person ansehen, Hand geben, wenn üblich, Namen nennen | „Guten Tag, ich bin Sam. Freut mich.“ |
| Erste Frage | Etwas Offenes zum Ort oder Anlass fragen | „Woher kennen Sie die Gastgeber?“ |
| Zuhören | Nicken, Pausen aushalten, ein gehörtes Detail aufgreifen | „Sie sagten, Sie sind im Frühjahr umgezogen. Wie läuft es?“ |
| Austausch | Ein kleines, ehrliches Detail über sich ergänzen | „Ich bin auch neu hier und lerne die Gegend noch kennen.“ |
| Abschied | Danken, etwas Konkretes nennen, sagen, wie es weitergeht | „Ich habe gern von Ihrem Projekt gehört. Ich hoffe, wir sprechen wieder.“ |
Für längere Gespräche nennt das Buch als Methode vier leichte Themenfelder: Familie, Beruf, Freizeit und Träume. Beginnen Sie mit den leichtesten und erzählen Sie auch selbst etwas, damit es ein Austausch wird und kein Verhör.
Ein Schwerpunkt je Situation
Die Gewohnheiten bleiben gleich, aber eine zählt meist am meisten.
| Situation | Konzentrieren Sie sich auf | Lassen Sie weg |
|---|---|---|
| Vorstellungsgespräch | Vorbereitung, Pünktlichkeit, eine klare Antwort auf „Erzählen Sie etwas über sich“ | Gehalt oder Urlaub in den ersten Minuten ansprechen |
| Erstes Date | Neugier und echtes Interesse am Gegenüber | Ausfragen oder eine Rolle spielen |
| Erster Tag im Team | Pünktlichkeit, Namen lernen, Fragen stellen | Sich in der ersten Stunde beweisen wollen |
| Netzwerkveranstaltung | Ein bis zwei echte Gespräche | Möglichst viele Visitenkarten sammeln |
Für Gespräch und Date finden Sie ausführliche Hilfe in unseren Artikeln über die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch und Gesprächsthemen beim ersten Date.
Was tun, wenn der erste Eindruck danebenging?
Das passiert vielen: Sie waren nervös, zu spät oder haben etwas Ungeschicktes gesagt. Die gute Nachricht: Ein erster Eindruck ist ein Anfang, kein Urteilsspruch. Das IQB Karrieremagazin betont, dass er sich durch neue Informationen hinterfragen lässt, auch wenn das in der Regel länger dauert und es keine Garantie gibt (IQB Karrieremagazin). Karrierebibel rät bei einem schlechten Start, sich nicht zurückzuziehen, sondern eine glaubwürdige Erklärung zu liefern und Fürsprecher zu suchen (Karrierebibel).
Das hilft in der Regel:
- Den Ausrutscher kurz ansprechen. Ein ruhiger Satz genügt: „Entschuldigung, ich war vorhin etwas hektisch, der Vormittag war voll.“ Keine langen Rechtfertigungen.
- Sich nicht zurückziehen. Wer der Person ausweicht, verstärkt das erste Bild. Bleiben Sie im Kontakt.
- Beständig sein. Kommen Sie pünktlich, tun Sie, was Sie angekündigt haben, und bleiben Sie höflich, mehrmals, über Tage oder Wochen. Wiederholtes Verhalten verändert ein erstes Bild allmählich.
- Schriftlich nachfassen. Nach einem Gespräch oder Treffen zeigt eine kurze Dankesnachricht mit einem konkreten Detail, dass Sie aufmerksam waren. Auch das IQB Karrieremagazin empfiehlt nach dem Vorstellungsgespräch eine Follow-up-E-Mail.
Haben Sie Geduld. Ein schlechter Start definiert Sie nicht, und um jemandes Meinung zu ändern, braucht es mehr als einen guten Moment.
Die Forschung liefert auch eine ermutigende Zahl. In einer Studie in der Fachzeitschrift Psychology Research and Behavior Management sprachen Studierende, die sich nicht kannten, fünf Minuten miteinander. Danach bewerteten sie auf einer Skala von 1 bis 7, wie sympathisch sie ihr Gegenüber fanden und wie sympathisch sie selbst vermutlich gewirkt hatten. Im Schnitt schätzten sie ihre Wirkung auf 4,71, tatsächlich bekamen sie 5,46. Ein zweites Experiment fand dieselbe Lücke: 4,82 gegenüber 5,49 (Li, Zhong und Mo, 2020, auf Englisch). Frühere Forschende nannten dieses Muster Sympathie-Lücke (liking gap). Die Studie war klein, verstehen Sie sie als Hinweis, aber sie spricht dafür, dass ein erstes Treffen oft besser läuft, als man fürchtet.

Drei Irrtümer über den ersten Eindruck
- „Worte machen nur 7 % aus.“ Vielleicht kennen Sie die Aufteilung 7 %, 38 % und 55 % für Worte, Stimme und Mimik. Ihr Urheber Albert Mehrabian betont, dass diese Zahlen nur für Botschaften über Gefühle und Einstellungen gelten, bei denen Worte und Körpersprache sich widersprechen, und sonst nicht anwendbar sind (Mehrabians eigene Seite, auf Englisch). Karrierebibel nennt die Werte ebenfalls wissenschaftlich umstritten, weil nur 20 Studierende teilnahmen. Was Sie sagen, zählt also sehr wohl.
- „Man muss beeindrucken.“ Wer beeindrucken will, wirkt oft angestrengt. Versuchen Sie lieber, dass sich das Gegenüber wohl fühlt und angesprochen wird.
- „Alle urteilen gleich.“ Urteile hängen von Kultur, Stimmung und Erfahrung ab. Sie können rücksichtsvoll sein, aber nicht allen gefallen, und das ist in Ordnung.
Wo das Buch seinen Platz hat
Books Go Publications veröffentlicht ein breites Handbuch für die Kommunikation im Alltag: Berthold Wegener schreibt in Ausdrucksweise verbessern und Wortschatz erweitern über Reden wie ein Profi.
Ein kurzes Kapitel gibt zehn Tipps für einen guten Eindruck: lächeln, entspannt sein, positiv sein, bescheiden sein, Wissen indirekt zeigen, Humor einsetzen, bestimmt auftreten, einen festen Händedruck geben, passend kleiden und pünktlich sein. Ein späteres Kapitel wendet die Ideen auf zehn Alltagssituationen an, darunter das erste Date, Small Talk mit Fremden und das Vorstellungsgespräch. Weitere Kapitel behandeln Körpersprache, aktives Zuhören und Selbstbehauptung, die dieselben Gewohnheiten stützen.
Es ist ein allgemeines Handbuch, kein Kurs für soziale Kompetenz und kein Buch über Schüchternheit oder Ängste. Es bietet eine klare Liste und Übungen, die Sie allein machen können. Ein Hörbuch gibt es ebenfalls. Books Go Publications mit Sitz in Brentford im Vereinigten Königreich arbeitet mit mehreren Autorinnen und Autoren, die in verschiedenen Sprachen schreiben; auf Französisch und Spanisch erscheinen andere Bücher zu ähnlichen Themen, von anderen Autoren und mit eigenem Inhalt.
Zum Weiterlesen: unsere Artikel über Körpersprache deuten, Smalltalk-Themen und Übungen, um das Selbstvertrauen zu stärken. Weitere Titel von Books Go Publications und mehr Anregungen finden Sie im Blog von Books Go Publications.
Wann Sie sich Hilfe holen sollten
Nervosität bei neuen Begegnungen ist normal. Sprechen Sie mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Psychologin, wenn die Angst seit Monaten besteht, Sie Arbeit, Schule oder wichtige Beziehungen meiden lässt oder mit starken Beschwerden wie Herzrasen oder Atemnot einhergeht. Ein Coach oder eine Übungsgruppe kann bei der Technik helfen; eine Fachperson hilft, wenn die Angst selbst das Problem ist. Wenn Sie in Not sind, finden Sie im internationalen Verzeichnis Find a Helpline eine Anlaufstelle.
Für wen es sich eignet
Diese Gewohnheiten helfen allen, die neue Menschen aus einem Anlass treffen, der ihnen wichtig ist.
- Bewerberinnen und Bewerber: Den Ablauf der ersten Minute üben und früh da sein, denn ein ruhiger, vorbereiteter Start sorgt dafür, dass Ihre Antworten gehört werden.
- Neue im Team: In den ersten Wochen auf Namen, Pünktlichkeit und Fragen setzen, das schafft schneller Vertrauen als der Versuch, sich am ersten Tag zu beweisen.
- Menschen beim Dating oder auf der Suche nach neuen Freunden: Mit Neugier und einem ehrlichen Detail über sich beginnen, damit das Treffen ein Austausch ist und keine Prüfung.
- Selbstständige und alle mit Kundenkontakt: Mit einem konkreten Dank und einem klaren nächsten Schritt enden, so wird aus einem angenehmen ersten Treffen eine Arbeitsbeziehung.
Wichtige Begriffe
- Erster Eindruck: das schnelle Urteil über einen Menschen, bevor man ihn kennenlernen konnte.
- Heuristik: eine gedankliche Abkürzung, die schnelle Entscheidungen erlaubt, aber zu Fehlern führen kann.
- Stereotyp: eine feste, vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe, die ein Blitzurteil färben kann.
- Sympathie-Lücke: die Neigung zu unterschätzen, wie sympathisch uns ein neues Gegenüber fand.
- Mehrabians 7-38-55-Regel: Zahlen zu Worten, Stimme und Mimik, die nur für Gefühlsbotschaften gelten, wenn Worte und Körpersprache sich widersprechen.
Häufige Fragen zum ersten Eindruck
Wie lange dauert es, bis ein erster Eindruck entsteht?
Forschung zu Gesichtern zeigt, dass sich ein Urteil in etwa einer Zehntelsekunde bilden kann und dass mehr Zeit die Menschen vor allem sicherer macht. In echten Begegnungen wird der Eindruck in den ersten Minuten weiter aktualisiert, Ihr Verhalten zählt also weiterhin.
Kann man einen schlechten ersten Eindruck ändern?
Oft ja, aber das dauert meist länger als die Entstehung. Bleiben Sie im Kontakt, sprechen Sie den Ausrutscher kurz an und verhalten Sie sich über längere Zeit beständig. Eine Garantie gibt es nicht, und Gelassenheit hilft mehr als eine lange Erklärung.
Was ziehe ich an, um einen guten Eindruck zu machen?
Kleidung, die zu Ort und Personen passt, sauber ist und in der Sie sich wohlfühlen. Im Zweifel ist es sicherer, etwas förmlicher aufzutreten als der Rahmen.
Ist ein fester Händedruck wichtig?
Wo man sich die Hand gibt, ist ein mittelfester Händedruck mit kurzem Blick eine sichere Wahl. Eine Studie mit 112 Studierenden verband festere Händedrücke mit besseren ersten Eindrücken, sie war aber klein; machen Sie ihn also nicht zu Ihrem einzigen Schwerpunkt.
Wie wirke ich gut, wenn ich schüchtern bin?
Nutzen Sie den Ablauf aus diesem Artikel und überlegen Sie sich vorab zwei bis drei Fragen. Interesse am Gegenüber nimmt Druck von Ihnen, und wer ruhig und aufmerksam zuhört, hinterlässt oft einen guten Eindruck. Wenn Schüchternheit Sie an Wichtigem hindert, kann eine Fachperson helfen.
Soll ich Humor einsetzen?
Leichter, freundlicher Humor kann helfen, doch beim ersten Treffen ist Vorsicht mit Ironie ratsam. Das Gegenüber kennt Sie noch nicht und versteht einen Scherz leicht falsch. Lassen Sie Humor aus der Situation entstehen, nie auf Kosten anderer.
Quellen
- Willis und Todorov, „First Impressions“, Psychological Science (2006, auf Englisch)
- Li, Zhong und Mo, „Negative Deviation Effect in Interpersonal Communication“ (2020, auf Englisch)
- British Psychological Society Research Digest, „Your trustworthiness is judged in a tenth of a second, or less“ (2006, auf Englisch)
- Karrierebibel, „Der erste Eindruck: Was dabei wirklich zählt“
- IQB Karrieremagazin, „Guter erster Eindruck im Vorstellungsgespräch und im neuen Job“
- Psychology Today, „What You Can Learn From a Handshake“ (auf Englisch)
- Albert Mehrabian, „Silent Messages“: die Zahlen 7 %-38 %-55 % (auf Englisch)



