← Alle Artikel

Tagesplan für Kinder: Bildplan in 6 Schritten erstellen

Kinder

· Veröffentlicht am · Aktualisiert am · 11 Min. Lesezeit

Ein Tagesplan für Kinder ist eine kurze Reihe von Bildern, Fotos oder einfachen Wörtern, die der Reihe nach zeigt, was als Nächstes passiert, zum Beispiel „anziehen, frühstücken, Zähne putzen, Schuhe an“. Am einfachsten beginnen Sie mit einem einzigen Tagesabschnitt (Morgen, Nachmittag nach der Schule oder Abend), mit drei bis sechs Schritten, auf Augenhöhe Ihres Kindes aufgehängt, und so, dass Ihr Kind jeden erledigten Schritt selbst verschieben oder abhaken kann. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie einen Bildplan in etwa 20 Minuten bauen, gibt drei Beispiele, erklärt den Einsatz im Alltag und was Sie tun können, wenn es nicht klappt.

Kurz gesagt:

  • Beginnen Sie mit einem Tagesabschnitt und drei bis sechs Schritten.
  • Nehmen Sie Fotos oder einfache Bilder, jeden Tag in derselben Reihenfolge.
  • Hängen Sie den Plan auf Augenhöhe auf, dort, wo die Routine stattfindet.
  • Lassen Sie Ihr Kind jeden Schritt selbst verschieben oder abhaken.
  • Ändern Sie den Plan langsam und gemeinsam mit Ihrem Kind.
Tagesplan für Kinder: Bildplan in 6 Schritten erstellen
In diesem Artikel · 11 Min. Lesezeit
  1. Was ein Tagesplan für Kinder ist und warum Eltern ihn nutzen
  2. Tagesplan für Kinder erstellen: 6 Schritte
  3. Drei Beispiele zum Abschreiben
  4. Den Tagesplan im Alltag nutzen
  5. Wenn der Tagesplan nicht funktioniert
  6. Wo ein Buch helfen kann
  7. Weitere Ratgeber, die zum Tagesplan passen
  8. Wann Sie fachlichen Rat suchen sollten
  9. Für wen es sich eignet
  10. Wichtige Begriffe
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen

Tagesplan für Kinder: vier Schritte von der Wahl des Tagesabschnitts bis zur gemeinsamen Nutzung
Tagesplan für Kinder: vier Schritte von der Wahl des Tagesabschnitts bis zur gemeinsamen Nutzung

Was ein Tagesplan für Kinder ist und warum Eltern ihn nutzen

Ein Tagesplan oder Routineplan zeigt mit Bildern, Fotos oder Wörtern die Abfolge des Tages. Die Kinder- und Jugendpsychiaterin Christine Ettrich schreibt in einer Broschüre für Eltern, Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) bräuchten zuverlässige und feste Familienstrukturen, „eine Art Geländer“. Jeder Tag solle wiederkehrende, verlässliche Fixpunkte haben; was oft geübt und damit automatisiert werde, gelinge schneller und leichter, und so bleibe dem Kind mehr Energie, sich zum Beispiel auf den Unterricht zu konzentrieren. Als Bastelidee nennt die Broschüre eine Uhr, die die wichtigsten Tagesabschnitte enthält (Ettrich, Broschüre „Strukturen, Regeln, Konsequenzen“, 2023). Beachten Sie, dass die Broschüre von einem Arzneimittelhersteller herausgegeben wird, ihre Hinweise zu Alltagsstruktur gelten aber unabhängig davon.

Die Schulpsychologie-Bildungsberatung Niederösterreich empfiehlt ebenfalls einen festen, geregelten Tagesablauf: Täglich Wiederkehrendes wie Essenszeiten, Hausaufgaben und Zubettgehen sollte immer zu denselben Tageszeiten stattfinden (Schulpsychologie-Bildungsberatung, September 2020). Das amerikanische National Center for Pyramid Model Innovations fasst den Nutzen eines Bildplans in zwei Wörtern zusammen: Vorhersehbarkeit (das Kind weiß, welche Aktivität wann kommt) und Beständigkeit (die Reihenfolge bleibt gleich) (NCPMI, 2020, auf Englisch).

Eine ehrliche Anmerkung: Das sind praktische Ratgeber, keine Versprechen. Die Forschung zu Bildplänen stammt überwiegend aus der Arbeit mit autistischen Kindern. Das National Clearinghouse on Autism Evidence and Practice (NCAEP), ein Forschungsteam der University of North Carolina, zählte 2020 insgesamt 65 Studien, die visuelle Hilfen stützen, also konkrete Hinweise wie Bilder oder schriftliche Listen, die einem Kind zeigen, was gerade passiert; visuelle Tagespläne nennt es ausdrücklich als Beispiel. Davon erschienen 34 zwischen 1990 und 2011 und weitere 31 zwischen 2012 und 2017 (NCAEP, 2020, auf Englisch). Eine Übersichtsarbeit der Vanderbilt University fand 31 Studien zu visuellen Aktivitätsplänen, 16 davon von ausreichender Qualität, und kam zu dem Schluss, dass sie als evidenzbasierte Methode gelten können, also als Vorgehen, das mehrere gute Studien stützen, und zwar für autistische Menschen vom Vorschulalter bis ins Erwachsenenalter (Knight, Sartini und Spriggs, 2015, auf Englisch).

Tagesplan für Kinder: Diagramm der Studien zu visuellen Hilfen

Diese Ergebnisse belegen nicht, dass ein Plan für jedes Kind passt, und er wird nicht jeden Morgen retten. Sehen Sie ihn als Werkzeug, das Sie einige Wochen ausprobieren und anpassen.

Tagesplan für Kinder erstellen: 6 Schritte

Hier eine einfache Methode nach dem NCPMI-Leitfaden und dem Ehrenkind-Magazin, mit ein paar praktischen Ergänzungen.

  1. Einen Tagesabschnitt wählen. Nehmen Sie den Moment, in dem Ihr Kind die meiste Unterstützung braucht: Morgen, die Stunde nach der Schule oder der Abend. Ein Plan kann einen Teil des Tages oder den ganzen Tag abdecken, aber für den Anfang genügt ein Abschnitt.
  2. Drei bis sechs Schritte auflisten. Schreiben Sie sie in der gewünschten Reihenfolge auf, zum Beispiel für den Abend: Toilette, Waschen, Schlafanzug, Zähne putzen, Geschichte, Bett. Wirkt die Liste zu lang, machen Sie zwei kurze Pläne.
  3. Nach einem schweren Schritt einen schönen setzen. Das NCPMI rät, den Tag so zu gestalten, dass angenehme Aktivitäten auf anstrengendere folgen, etwa Zähneputzen direkt vor der Geschichte.
  4. Die Karten gestalten. Ehrenkind arbeitet mit Symbolkarten, die sich besonders für kleinere Kinder eignen, die noch nicht lesen können; fehlende Symbole können Sie selbst in leere Felder zeichnen. Sie können Ihr Kind bei jedem Handgriff fotografieren, einfache Bilder malen oder frei verfügbare Symbole ausdrucken. Schreiben Sie ein kurzes Wort darunter, wenn Ihr Kind lesen lernt. Mit durchsichtigem Klebeband überziehen, damit die Karten halten.
  5. Ein Material wählen. Ehrenkind beschreibt eine Pappe von etwa 30 x 12 cm mit Klettband, dazu wenige Wäscheklammern. Ebenso gut gehen eine Magnettafel, eine Mappe oder ein Ordner. Wichtig ist, dass Ihr Kind damit umgehen kann.
  6. Einen „Fertig“-Platz einplanen und niedrig aufhängen. Das NCPMI hält Pläne für wirksamer, wenn Kinder sehen können, dass sie eine Aktivität abgeschlossen haben: eine Tasche oder ein Umschlag mit „fertig“, eine Wäscheklammer, die nach unten wandert, oder eine Seite, die umgeblättert wird. Hängen Sie den Plan auf Kinderhöhe dort auf, wo die Routine stattfindet, zum Beispiel im Bad oder in der Küche.

Welches Format zu welchem Kind passt

Das sind Vorschläge, keine Regeln. Das beste Format ist das, das Ihr Kind wirklich benutzt.

Ihr Kind Format, das oft gut klappt Tipp
Kleineres Kind, das noch nicht liest Fotos Ihres Kindes oder einfache, bunte Bilder Anfangs drei Schritte; Karten mit Klettband
Beginnende Leser Bild plus ein kurzes Wort Ihr Kind sucht die Bilder aus
Älteres Grundschulkind Schriftliche Liste mit Kästchen oder kleine Tafel Haken oder Sticker; Ihr Kind schreibt die Liste selbst
Kind, das eine lange Liste überfordert „Erst-dann“-Tafel mit zwei Karten Nur den aktuellen und den nächsten Schritt zeigen

Eine „Erst-dann“-Tafel besteht nur aus zwei Feldern mit je einem Bild, zum Beispiel „erst Schlafanzug, dann Geschichte“. Laut NCPMI erleichtert sie den Wechsel von einer Aktivität zur nächsten und unterteilt Routinen in kleinere Schritte.

Drei Beispiele zum Abschreiben

Nutzen Sie sie als Ausgangspunkt und ändern Sie die Reihenfolge nach Ihrem Zuhause.

Morgen Nach der Schule Abend
1. Aufwachen 1. Schuhe und Tasche wegräumen 1. Spielsachen aufräumen
2. Toilette 2. Snack und Getränk 2. Toilette und Waschen
3. Anziehen 3. Ruhezeit oder Spiel 3. Schlafanzug
4. Frühstücken 4. Hausaufgaben (mit Timer) 4. Zähne putzen
5. Zähne putzen 5. Freies Spiel 5. Geschichte
6. Schuhe und Tasche 6. Abendessen 6. Licht aus

Für den Abend finden Sie mehr in unserem Ratgeber zum Abendritual für Kinder.

Den Tagesplan im Alltag nutzen

Ein Plan hilft nur, wenn er Teil des Tages wird. Der NCPMI-Leitfaden schlägt vor:

  • Ihn erklären. Zeigen Sie Ihrem Kind in einem ruhigen Moment ein- oder zweimal, wie er funktioniert.
  • Oft darauf verweisen. Zum Beispiel: „Wir sind gerade nach Hause gekommen, schauen wir auf deinen Plan, was jetzt kommt.“
  • Darüber sprechen. „Schau, du hast dich angezogen. Jetzt ist Frühstückszeit!“
  • Ihn aktiv machen. Ihr Kind dreht jede Karte um oder schiebt sie auf „fertig“.
  • Feiern. Erkennen Sie die Mühe an, vor allem bei weniger lustigen Schritten: „Du hast aufgeräumt! Du bist bestimmt stolz.“

Ehrenkind bietet Wäscheklammern als Abhakhilfe: Nach jedem erledigten Schritt wandert die Klammer nach unten oder zum nächsten Tag. Das Team empfiehlt Pläne, die nicht mit Belohnungen verknüpft sind. Jüngere Kinder brauchen oft mehr Zeit, ältere machen schneller mit, wenn sie beteiligt werden, und eine Routine braucht nach dem Artikel meist etwa 30 bis 60 Tage, bis sie gut eingespielt ist (Ehrenkind). Ein Plan, den Sie gemeinsam mit Ihrem Kind gestalten, wird viel eher genutzt als einer, der über das Kind hinweg entschieden wurde.

Wer die Idee von Fachleuten erklärt sehen möchte: The Children’s Institute of Pittsburgh, ein Zentrum für Kinderrehabilitation, teilt in diesem kurzen Video ergotherapeutische Tipps zu visuellen Tagesplänen:

Ergotherapie-Tipps: visuelle Tagespläne (The Children’s Institute of Pittsburgh) (auf Englisch)

Wenn der Tagesplan nicht funktioniert

Es ist normal, dass die erste Version nachgebessert werden muss. Hier die häufigsten Situationen.

  • Ihr Kind ignoriert ihn. Prüfen Sie, ob er auf Augenhöhe und nahe am Ort der Routine hängt, und beziehen Sie sich selbst jedes Mal darauf. Probieren Sie weniger Schritte oder eine „Erst-dann“-Tafel.
  • Ihr Kind verweigert einen Schritt. Setzen Sie ihn vor etwas, das Ihr Kind gern macht, oder teilen Sie ihn feiner auf („Socken an“ statt „anziehen“).
  • Es sind zu viele Schritte. Kürzen Sie auf drei oder vier; später können Sie ergänzen.
  • Der Ablauf ändert sich. Legen Sie eine leere Karte oder eine „Überraschungs“-Karte für Tage mit anderen Plänen bereit und sagen Sie es Ihrem Kind möglichst vorher.
  • Ihr Kind verliert nach einigen Wochen das Interesse. Ändern Sie Bilder, Format oder Reihenfolge und lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden.

Wenn Sie zusätzlich ein Punktesystem nutzen, halten Sie beide Werkzeuge getrennt: Der Plan zeigt, was als Nächstes kommt, ein Belohnungssystem ist etwas anderes. Dazu lesen Sie unseren Ratgeber zum Belohnungssystem für Kinder.

Wo ein Buch helfen kann

Ein Tagesplan funktioniert an ruhigeren Tagen am besten, und man bleibt leichter dran, wenn man noch weitere Ideen hat. 100 Wege zur Unterstützung von Kindern mit ADHS und ADS von Magda Pabst ist ein praktisches Arbeitsbuch für Eltern und Lehrkräfte von Kindern im Alter von etwa 3 bis 12 Jahren. Im Kapitel zu emotionaler Unterstützung und einem stützenden Umfeld zu Hause oder in der Schule schlägt es stabile, klare Routinen vor, mit einem gemeinsam mit dem Kind geplanten Tagesablauf und gut sichtbaren Hausaufgaben-Checklisten mit Haken oder Aufklebern. Weitere Kapitel ergänzen ein Timer-Spiel für die Hausaufgaben, aktive Pausen, ein entspannendes Abendritual und eine ruhige Ecke zum Runterkommen.

Die Sicht von Magda Pabst

In 100 Wege zur Unterstützung von Kindern mit ADHS und ADS macht Magda Pabst den Tag mit einem großen Wandkalender sichtbar, den das Kind jeden Morgen mit aktualisiert; bei älteren Kindern kann eine Planungs-App mit Erinnerungen dieselbe Aufgabe übernehmen. Eltern und Kind schauen ihn zu Beginn und am Ende des Tages gemeinsam an, um zu feiern, was gut lief, und über das zu sprechen, was schwierig war. Ihr langfristiges Ziel: Das Kind führt den Kalender irgendwann allein. Das ist ein guter Kompass für jeden Tagesplan: Füllen Sie ihn anfangs gemeinsam aus und geben Sie den Stift dann Schritt für Schritt ab.

Bei Books Go Publications stützt sich jeder Ratgeber auf verlässliche Quellen und wird von muttersprachlichen Lektorinnen und Lektoren auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch geprüft. Deshalb verweist diese Seite direkt auf die Studien und nicht auf Zusammenfassungen.

Das Buch wurde mit Blick auf ADHS geschrieben, aber viele seiner Routinen passen zu den meisten Kindern. Es ist eine Sammlung von Ideen zum Auswählen und Anpassen, kein medizinisches Hilfsmittel und keine Diagnose, und jedes Kind ist anders. Die Kästen auf dieser Seite zeigen die Titel von Books Go Publications für Kinder.

Weitere Ratgeber, die zum Tagesplan passen

Weitere Ratgeber finden Sie im Blog von Books Go Publications und auf der Startseite von Books Go Publications.

Wann Sie fachlichen Rat suchen sollten

Routinen und Bilder sind Alltagshilfen, keine Diagnose und keine Behandlung. Sprechen Sie mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt, mit einer Lehrkraft oder einer Kinderpsychologin bzw. einem Kinderpsychologen, wenn

  • Ihr Kind trotz klarer Hilfen häufig starke Schwierigkeiten mit Routinen, Übergängen oder Aufmerksamkeit hat;
  • Morgen oder Abende über mehrere Wochen fast täglich in großen Wutausbrüchen enden;
  • Sie Verzögerungen bei Sprache oder Verstehen bemerken oder sich Sorgen um ADHS, Autismus oder eine andere Schwierigkeit machen;
  • Sie sich vom Alltag erschöpft oder überfordert fühlen.

Zu ADHS weist die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) darauf hin, dass die amerikanische Kinderärzte-Akademie (AAP) für Kinder unter 6 Jahren zuerst eine Verhaltenstherapie empfiehlt und dass die wirksamste Form das Elterntraining im Umgang mit Verhalten ist (CDC, auf Englisch). Hilfe zu suchen gehört zum Elternsein dazu und ist kein Versagen.

Für wen es sich eignet

Ein Tagesplan ist ein einfaches Werkzeug, das vielen Familien und Gruppen hilft.

  • Eltern von Kindergartenkindern: Bilder zeigen einem Kind, das noch nicht lesen kann, was als Nächstes kommt, und das macht Morgen und Abende oft ruhiger.
  • Familien von Kindern mit ADHS oder Autismus: Eine feste Reihenfolge und ein „Fertig“-Feld teilen den Tag in kleine, sichtbare Schritte, wie es auch NCPMI und Fachbroschüren empfehlen.
  • Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte: Dieselben Bildkarten helfen einer ganzen Gruppe, sich auf den Wechsel zur nächsten Aktivität einzustellen.
  • Eltern von Schulkindern: Eine schriftliche Checkliste lässt ältere Kinder ihre Routine selbst in die Hand nehmen und selbstständiger werden.

Wichtige Begriffe

  • Tagesplan: eine Reihe von Bildern, Fotos oder Wörtern, die die Schritte eines Tagesabschnitts der Reihe nach zeigt.
  • Visuelle Hilfen: Bilder, Gegenstände oder schriftliche Hinweise, die einem Kind zeigen, was passiert oder was zu tun ist.
  • Erst-dann-Tafel: eine Karte mit zwei Feldern, einer Aufgabe jetzt und einer angenehmen Aktivität danach.
  • Übergang: der Moment, in dem ein Kind eine Tätigkeit beendet und zur nächsten wechselt.
  • Evidenzbasiert: durch mehrere Studien von guter Qualität gestützt.

Häufige Fragen

Was ist ein Tagesplan für Kinder?

Es ist eine Reihe von Bildern, Fotos oder einfachen Wörtern, die die Schritte eines Tagesabschnitts der Reihe nach zeigt. Das Kind kann nachsehen, was als Nächstes kommt, was den Tag besser vorhersehbar macht. Er kann eine kurze Routine oder den ganzen Tag abdecken.

Ab welchem Alter kann ein Kind einen Tagesplan nutzen?

Ehrenkind beschreibt Symbolkarten für kleinere Kinder, die noch nicht lesen können, und für Schulkinder eignet sich auch eine schriftliche Liste. Es gibt kein festes Alter: Wählen Sie das Format, das dazu passt, wie Ihr Kind Bilder und Wörter versteht.

Wie viele Schritte sollte ein Tagesplan haben?

Beginnen Sie mit drei bis sechs Schritten für einen Tagesabschnitt. Ist das zu viel, nutzen Sie eine „Erst-dann“-Tafel mit zwei Karten und ergänzen Sie nach und nach.

Fotos oder Zeichnungen?

Beides kann klappen. Manche Kinder sprechen auf echte Fotos besser an, deshalb sind Fotos Ihres Kindes bei jedem Handgriff ein guter erster Versuch. Einfache, nicht überladene Bilder funktionieren ebenfalls.

Brauche ich zusätzlich ein Belohnungssystem?

Nicht unbedingt. Der Tagesplan zeigt, was als Nächstes kommt, und hilft Ihrem Kind, sich vorzubereiten. Ein Belohnungssystem ist ein anderes Werkzeug, und manche Familien verknüpfen beides lieber nicht.

Wann kann ich den Plan wieder weglassen?

Eine Frist gibt es nicht. Die Unterstützung durch Erwachsene wird nach und nach weniger, je selbstständiger das Kind wird: Sie können zuerst aufhören, Ihr Kind zu führen, und den Plan dann als Erinnerung behalten, solange er hilft.

Quellen

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat einer Ärztin, eines Arztes, einer Therapeutin, eines Therapeuten oder einer anderen Fachperson.