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FODMAP-Snacks: 15 einfache Ideen und ein Rezept

Kochen und Rezepte

Books Go Team · Veröffentlicht am · 7 Min. Lesezeit

Die besten FODMAP-Snacks sind meist die einfachsten: eine kleine Handvoll Nüsse, ein hart gekochtes Ei, Hartkäse mit Reiswaffeln, Popcorn pur oder laktosefreier Joghurt mit ein paar Heidelbeeren. Kombinieren Sie ein FODMAP-armes Kohlenhydrat mit etwas Eiweiß, bleiben Sie bei einer Portion, und Sie haben einen Snack, der sich gut mitnehmen lässt. Unten finden Sie 15 Ideen für zu Hause und unterwegs, ein vollständiges Rezept für Haferbällchen, ein paar Ideen für Halloween, die Fallen auf dem Etikett und Hinweise, wann eine Ernährungsfachkraft sinnvoll ist. Die Diät ist auf Zeit angelegt und wird am besten mit ärztlicher Begleitung oder einer Ernährungsfachkraft durchgeführt.

Kurz gesagt:

  • Kombinieren Sie ein FODMAP-armes Kohlenhydrat mit Eiweiß, in einer Portion.
  • Lassen Sie 2 bis 3 Stunden zwischen Mahlzeiten und Snacks.
  • Prüfen Sie Portionen in der Monash-App und lesen Sie Etiketten.
  • Süßes bleibt die Ausnahme, keine tägliche Gewohnheit.
  • Sprechen Sie vor einer Eliminationsdiät mit Fachleuten.
FODMAP-Snacks: 15 einfache Ideen und ein Rezept
In diesem Artikel · 7 Min. Lesezeit
  1. FODMAP-Snacks: die Formel in vier Schritten
  2. 15 einfache FODMAP-Snacks
  3. Ein Rezept für FODMAP-Snacks: Haferbällchen mit Zimt und Ahornsirup
  4. Snacks für Halloween und Feiern
  5. Zutaten, die Sie bei Snacks meiden sollten
  6. Wenn ein Kochbuch helfen kann
  7. Wann Sie mit Ihrer Ärztin oder einer Ernährungsfachkraft sprechen sollten
  8. Häufige Fragen
  9. Quellen

FODMAP-Snacks in vier Schritten: Basis wählen, ein Obst oder Gemüse dazu, Portion und Etikett prüfen, dann bis zum nächsten Snack warten
FODMAP-Snacks in vier Schritten

FODMAP steht für „Fermentable Oligo-, Di-, Monosaccharides And Polyols“: kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden. Im Dickdarm vergären Bakterien sie, dabei entstehen Gase, und bei empfindlichen Menschen kann das Blähungen oder Bauchschmerzen auslösen. Die AOK beschreibt die Eliminationsphase der FODMAP-Diät als streng, aber zeitlich begrenzt; sie sollte höchstens sechs bis acht Wochen dauern (AOK). Gerade bei Snacks fühlen sich viele ratlos: Riegel, Cracker, Müsli und Trockenobst enthalten schnell Weizen, Honig, Inulin oder Süßungsmittel auf „-ol“. Die gute Nachricht: Eine kurze Liste einfacher Lebensmittel deckt das meiste ab.

FODMAP-Snacks: die Formel in vier Schritten

Die meisten FODMAP-Snacks folgen demselben Muster. Wenn Sie es kennen, können Sie improvisieren, statt bei jedem Hunger ein Rezept zu suchen.

  1. Basis wählen. Nüsse oder Samen, Hartkäse, pure Reiswaffeln oder Reiscracker, Popcorn, ein hart gekochtes Ei oder laktosefreier Joghurt.
  2. Ein Obst oder Gemüse dazu. Ein paar Erdbeeren oder Heidelbeeren, eine noch feste Banane oder Möhren- und Gurkensticks.
  3. Portion und Etikett prüfen. Schlagen Sie die Portion in der Monash-FODMAP-App nach und lesen Sie die Zutatenliste: Knoblauch, Zwiebel, Honig, Inulin, Sorbit, Xylit.
  4. Vor dem nächsten Snack warten. Monash empfiehlt 2 bis 3 Stunden Abstand zwischen Mahlzeiten und Snacks, damit sich FODMAPs nicht aufsummieren (Monash, FODMAP stacking).

Der vierte Schritt wird am häufigsten vergessen. Fachleute sprechen von „FODMAP-Stacking“: Mehrere Portionen, die einzeln gut verträglich sind, können sich bei engem Abstand addieren. Monash betont aber, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn Ihre Beschwerden gut unter Kontrolle sind.

15 einfache FODMAP-Snacks

Hier eine Mischung aus Snacks ohne Zubereitung, Ideen fürs Büro und Süßem. Die genauen Portionen stammen aus der Liste einer australischen Diätassistentin (siehe Quellen); für andere Lebensmittel prüfen Sie die App.

Ohne Zubereitung, leicht mitzunehmen

  1. Nüsse und Samen. Etwa 10 Mandeln oder 2 Esslöffel Kürbiskerne. Monash nennt ebenfalls eine kleine Handvoll Mandeln oder Walnüsse. Laut AOK gelten Walnüsse, Erdnüsse, Macadamias und Kürbiskerne als FODMAP-arm, Cashewkerne und Pistazien dagegen als FODMAP-reich: Lassen Sie sie in Nussmischungen weg.
  2. Obst in einer Portion. Zum Beispiel 10 Erdbeeren, 20 Heidelbeeren oder eine feste Banane. Die AOK nennt außerdem Ananas, Orange und Mandarine.
  3. Möhren-, Gurken- und Paprikasticks mit einem Dip ohne Knoblauch und Zwiebel.
  4. Popcorn pur. Fügen Sie selbst etwas Olivenöl und Salz hinzu.
  5. Reiswaffeln oder Reiscracker mit Erdnuss- oder Mandelmus. Etwa ein Esslöffel Nussmus ist eine übliche Portion.
  6. Ein hart gekochtes Ei.
  7. Eine kleine Dose Thunfisch oder Lachs mit Reiscrackern.
  8. Hartkäse mit puren Crackern. Prüfen Sie das Etikett: Knoblauch- und Zwiebelpulver sind häufig.
  9. Laktosefreier Joghurt mit Heidelbeeren und Kürbiskernen.

Fürs Büro oder die Schule

  1. Geröstete Kichererbsen, in kleiner Portion. Kichererbsen sind Hülsenfrüchte: Prüfen Sie die Portion in der App, bevor Sie sie zubereiten.
  2. Feste Banane mit Erdnussbutter.
  3. Haferbällchen (das vollständige Rezept steht weiter unten).

Süß und nur gelegentlich

  1. Ein Stück Zartbitterschokolade. Die AOK nennt dunkle Schokolade ab etwa 70 Prozent Kakaoanteil als geeignet; die Liste der Diätassistentin gibt 30 g dunkle Schokolade (und 15 g Milch- oder weiße Schokolade) als Portion an.
  2. Gebackene Ananas mit Ingwer und Minze. Das ist Rezept 69 im unten vorgestellten Buch.
  3. Geröstete Süßkartoffel-Chips mit Zimt. Das ist Rezept 65 im Buch; prüfen Sie die Portion Süßkartoffel in der App.

Auch Monash selbst schlägt Ähnliches vor: eine kleine Handvoll Mandeln oder Walnüsse, Auberginendip mit Gemüsesticks, eine Orange oder Banane mit laktosearmem Joghurt, Käse mit Samencrackern, eine kleine Dose Lachs oder Thunfisch, ein gekochtes Ei und Popcorn pur (Monash).

Ein Rezept für FODMAP-Snacks: Haferbällchen mit Zimt und Ahornsirup

Diese Bällchen brauchen keinen Ofen. Sie folgen der Idee von Rezept 66 im Buch, die Mengen sind aber unsere. Sie halten sich im Kühlschrank gut und eignen sich zum Vorbereiten für die Woche.

Haferbällchen mit Zimt und Ahornsirup (etwa 12 Bällchen, 15 Minuten Zubereitung plus 30 Minuten im Kühlschrank)

  • 100 g Haferflocken
  • 125 g glatte Erdnussbutter, ohne Zuckerzusatz und ohne Honig
  • 3 Esslöffel (45 ml) Ahornsirup
  • 2 Esslöffel Kürbiskerne (etwa 20 g)
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 winzige Prise Salz
  1. Erdnussbutter und Ahornsirup in einer Schüssel glatt rühren.
  2. Haferflocken, Kürbiskerne, Zimt und Salz zugeben und gut vermischen. Wird die Masse zu krümelig, einen Teelöffel Wasser einrühren.
  3. Mit angefeuchteten Händen etwa 12 kleine Bällchen formen.
  4. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. In einer geschlossenen Dose im Kühlschrank einige Tage aufbewahren.

Ein oder zwei Bällchen sind ein Snack. Bei einer Erdnussallergie lassen Sie die Erdnussbutter weg und nehmen ein Samenmus ohne zugesetzte FODMAPs.

Snacks für Halloween und Feiern

Wer FODMAP-arme Halloween-Süßigkeiten sucht, steht im Supermarkt vor einem Glücksspiel. Süßwaren enthalten oft Honig, Glukose-Fruktose-Sirup oder Zuckeraustauschstoffe auf „-ol“; die AOK nennt Süßwaren mit Zuckeraustauschstoffen oder Fruktose als nicht geeignet (AOK). Einfachere Möglichkeiten:

  • Ein kleines Stück pure dunkle Schokolade, Etikett geprüft.
  • Popcorn mit etwas Zimt und Ahornsirup.
  • Haferbällchen als kleine „Kürbisse“ geformt und in Zimt gewälzt.
  • Ein Obstteller mit Erdbeeren, Trauben und Orangenspalten.

Süßes bleibt am besten die Ausnahme. Das unten vorgestellte Buch sagt dasselbe über seine eigenen Snacks und Desserts: ein paar Mal pro Woche ist in Ordnung, jeden Tag wird nicht empfohlen.

Zutaten, die Sie bei Snacks meiden sollten

Häufiger Snack Warum er ein Problem sein kann Einfacher Tausch
Müsli- und Getreideriegel Weizen, Honig, Inulin, Trockenobst Popcorn pur, Haferbällchen
Normaler Joghurt Laktose Laktosefreier Joghurt
Apfel- und Birnenspalten, Trockenobst Fruktose und Polyole Erdbeeren, Heidelbeeren, Trauben
Cashewkerne und Pistazien Reich an FODMAPs Kleine Portion Erdnüsse, Walnüsse oder Kürbiskerne
Chips und Cracker mit Geschmack Knoblauch- und Zwiebelpulver Pure Reiscracker, Popcorn pur
„Zuckerfreie“ Bonbons und Kaugummi Sorbit, Mannit, Xylit Ein Stück dunkle Schokolade mit kurzer Zutatenliste

Die Quellen sind sich nicht bei jedem Lebensmittel einig: Ein spanischer Leitfaden von Ernährungsfachkräften führt Mandeln unter den zu meidenden Lebensmitteln, während Monash eine kleine Handvoll empfiehlt. Auch deshalb lohnt sich die Monash-App für die Portionen und die Frage an die Ernährungsfachkraft, was für Sie gilt.

Wenn ein Kochbuch helfen kann

Wenn Sie Ihre Mahlzeiten gern fertig geplant haben, ist unser Buch The Delicious Low-FODMAP Diet Cookbook von Zoe Patton eine Möglichkeit für den Einstieg. Es ist nur auf Englisch erhältlich, die Mengen stehen dort in Tassen und Unzen. Es enthält 70 einfache Rezepte, zehn davon in einem Kapitel für Snacks und Desserts, Lebensmittellisten, eine Methode in vier Schritten und einen druckbaren Tagesplan, der 60 Tage abdeckt. Die Rezepte verwenden glutenfreie Getreide und laktosefreie Milchprodukte, und das Buch hält Snacks und Desserts gelegentlich. Zwei ehrliche Hinweise: Das Buch enthält Ja/Nein-Listen ohne Portionsgrößen, die Monash-App bleibt also nützlich; und einige Rezepte enthalten Lebensmittel, die die eigene Meiden-Liste des Buches nennt (Kokosmilch in Rezept 64, reife Banane in Rezept 70) – wählen Sie entsprechend.

Wann Sie mit Ihrer Ärztin oder einer Ernährungsfachkraft sprechen sollten

Eine FODMAP-arme Diät beginnt man nicht allein. Die AOK empfiehlt, sie möglichst von einer geschulten Ernährungsfachkraft begleiten zu lassen; ein dauerhafter vollständiger Verzicht berge die Gefahr einer Mangelernährung. Die Wiedereinführung erfolgt schrittweise, zum Beispiel ein neues Lebensmittel pro Tag, und ein Symptomtagebuch hilft dabei (AOK). Das Portal gesundheitsinformation.de ergänzt, dass manche Menschen mit Reizdarm weniger Beschwerden haben, wenn sie mehrere kleine Portionen über den Tag verteilen, und rät, Maßnahmen am besten mit der Ärztin oder dem Arzt abzusprechen (gesundheitsinformation.de).

Suchen Sie ärztlichen Rat bei anhaltenden Blähungen oder Schmerzen, Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust oder nächtlichen Beschwerden, damit andere Ursachen ausgeschlossen werden, bevor Sie Lebensmittel streichen. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Die Eliminationsphase ist vorübergehend: Wiedereinführung und eine persönliche Ernährung folgen danach.

Weitere praktische Ratgeber finden Sie im Books Go Blog, zum Beispiel FODMAP-Frühstück und einen FODMAP-armen Ernährungsplan für eine Woche, alle unsere Bücher auf der Startseite von Books Go Publications.

Häufige Fragen

Welche FODMAP-Snacks eignen sich für den Einstieg?

Beginnen Sie mit einfachen Lebensmitteln: eine kleine Handvoll Nüsse, ein hart gekochtes Ei, Popcorn pur, Reiswaffeln mit Erdnussbutter oder laktosefreier Joghurt mit Heidelbeeren. Dafür brauchen Sie kein besonderes Rezept, und die Portion lässt sich leicht in der Monash-App prüfen.

Sind Nüsse FODMAP-arm?

Manche ja, in kleinen Portionen. Walnüsse, Erdnüsse, Macadamias und Kürbiskerne gelten als FODMAP-arm, Cashewkerne und Pistazien als FODMAP-reich. Bei Mandeln unterscheiden sich die Quellen: Prüfen Sie die aktuelle Portion in der App.

Ist Popcorn FODMAP-arm?

Popcorn pur gehört zu den Snack-Ideen von Monash. Popcorn mit Geschmack enthält oft Knoblauch- oder Zwiebelpulver: Lesen Sie das Etikett oder würzen Sie selbst.

Gibt es FODMAP-arme Süßigkeiten für Halloween?

Ein kleines Stück pure dunkle Schokolade ist eine gängige Wahl. Viele Süßigkeiten enthalten Honig, Glukose-Fruktose-Sirup oder Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit: Lesen Sie jedes Etikett und halten Sie Süßes die Ausnahme.

Wie viele Snacks pro Tag sind sinnvoll?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Ein Abstand von 2 bis 3 Stunden zwischen Mahlzeiten und Snacks hilft, dass sich FODMAPs nicht addieren, und eine Ernährungsfachkraft kann einen Rhythmus für Sie festlegen.

Gilt die FODMAP-Diät für immer?

Nein. Die strenge Phase ist vorübergehend, danach folgt die Wiedereinführung, um herauszufinden, was Sie vertragen. Ziel ist eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung, bei der Sie sich wohlfühlen.

Quellen

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat einer Ärztin, eines Arztes, einer Therapeutin, eines Therapeuten oder einer anderen Fachperson.